Unsere Schultern

Tag ein Tag aus tragen wir unseren Kopf auf unseren Schultern. Doch unsere Schultern können mehr – viel mehr.

Als essenzieller Teil unserer Körpersprache, also auch als Ausdruck unserer Emotionen, die man im Inneren spürt, können unsere Schultern eine wertvolle Informationsquelle sein. Außerdem bieten Sie im Rahmen des sogenannten „Biofeedbacks“, also der entgegengesetzten Wirkung von Körperhaltung auf die Gemütslage, auch die Option nicht nur unsere Außenwirkung zu verbessern, sondern auch unser Innenleben positiv zu beeinflussen. In der Körpersprache gibt es einen schönen Ausspruch. Wie innen so außen und unsre Schultern sind dabei ein schöner Indikator.

Probieren Sie es aus.

Stellen Sie sich hin, lassen Sie jetzt Ihre Arme zum Boden senken, den Kopf und die Schulter spannungslos. Die Gravitation hat Sie voll im Griff. Die Körperspannung ist raus. Sagen Sie jetzt „ich fühle mich gut“. Im nächsten Augenblick stellen Sie sich aufrecht hin. Die Füße stehen fest auf dem Boden, spannen Sie sie Gesäß und Bauchmuskulatur leicht an. Die Schultern und der Kopf sind gerade, der Rücken leicht durchgestreckt. Horchen Sie jetzt in sich hinein, was fühlen Sie? Jetzt sagen Sie „es geht mir schlecht“. Wie fühlt es sich an? Sind die Aussagen kongruent zu dem Gefühl Ihres Körpers? Meist nicht. Hängende Schultern nehmen Ihnen die Souveränität und Energie und genau so wirken Sie auf andere…

Die Körperhaltung auf die leichte Schulter nehmen? Dies tun leider viel zu viele, dabei lässt sich beispielsweise durch breite Schultern ganz leicht ein Gefühl von Stärke vermitteln.

Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht sofort in das nächste Fitness-Studio sprinten. Eine aufrichte Körperhaltung führt automatisch zum erwünschten Effekt.

Die erste Assoziation zwischen Schultern und Körpersprache wird bei den meisten allerdings beim sprichwörtlichen Schulterzucken liegen.
Ob bewusst oder unbewusst, wenn wir uns unsicher sind oder schlichtweg keine Ahnung haben, zucken wir mit den Schultern.
Das ist nur kongruent und echt. Versuchen wir eine Aussage zu unterdrücken zuckt oft nur eine Schulter. Dies ist aber nicht zwangsläufig ein Hinweis auf eine Lüge, oft ist dies auch nur ein Zeichen von Stress. Achten Sie auf die Schultern und Sie erfahren viel über die Gefühle des Gegenübers. Also ist das einseitige unbewusste anheben der Schultern ein Reflex, der auf Unsicherheit schließen lässt.

Ebenso können gebeugte Schultern Ausdruck von mangelnder Zuversicht, Unterwürfigkeit oder Niedergeschlagenheit sein.

Wussten Sie, dass auch außerhalb der alltäglichen Kommunikation die Schultern tief greifende Informationen bieten können?

So gibt es Ärzte die einzig anhand der Schulterstellung Anzeichen für eine mögliche Depression feststellen können.

Aber wie immer muss man hierbei natürlich aufpassen, Körpersprache darf niemals isoliert betrachtet werden. Der soziale Kontext und die weitere Gestik und Mimik des Gegenübers sind bei der Interpretation der Körpersprache absolut essenziell.

Das Erkennen und richtige Interpretieren der nonverbalen Signale lässt sich aber trainieren und kann in vielen Lebenssituationen helfen sein Gegenüber richtig zu verstehen. Wer sich näher mit diesem oder anderen Themen aus der Welt der emotionalen Intelligenz beschäftigen möchte, kann uns gerne eine E-Mail schreiben oder schaut regelmäßig auf unserem Veranstaltungskalender nach.

PS: Ein weiterer Artikel zum „Biofeedback“ erscheint hier in Kürze.

HERZIG-EQ

Isabella Herzig

Die Macht der Wörter

01.05.2019|0 Comments

Du bist „was“ Du sprichst oder über die Macht der Wörter! Wann immer ich gute Nachrichten lese, hebt sich meine Stimmung. Ich fühle mich sogleich stark darin bestätig, dass wir Menschen nicht sensationslustig sind [...]